»Die Allee« Lesung und Gespräch mit Florentine Anders und Marion Brasch

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Datum:Dienstag, 17. Februar 2026Uhrzeit:20:00 UhrAdresse:
Schloss Schönhausen - Festsaal Tschaikowskistraße 1 13156 Berlin
Eintritt:Tickets: 20,00 EUR / ermäßigt 15,00 EUR Tickets erhalten Sie im VVK an den Wochenenden im Schloss Schönhausen oder an dessen Abendkasse!

»Die Allee«

Lesung und Gespräch mit Florentine Anders und Marion Brasch

 

Das Buch:

 

Aufwühlend und geschichtensatt: Übers Bauhaus, den Stararchitekten der DDR, zwei sich emanzipierende Frauen und die Fallen des Systems

Da ist der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Idealist Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt und dort in Konkurrenz zu den West-Berlinern um Scharoun & Co. treten soll. Der Berliner Fernsehturm, die Stalinallee, der Leipziger Uniturm sind mit seinem Namen untrennbar verbunden. Der Preis freilich: Ständig muss er lavieren und manchmal auch zu Kreuze kriechen, um wenigstens die Grundlagen seiner modernistischen Ideen vor den stieseligen Vorstellungen der Politführung zu retten. Und da ist vor allem Henselmanns Frau Isi, hochbegabt, die auch als Architektin arbeiten will, aber mit einer auf acht Kinder anwachsenden Familie zu kämpfen hat, ständig die Scherben aufkehren muss, die ihr Mann hinterlässt, und sich zunehmend selbst emanzipiert. Und da ist die Tochter Isa, die sich der erstickenden Manipulation durch den cholerischen Vater entzieht, um ihren dornigen eigenen Weg in ganz anderen Milieus zu gehen. Und dann auch noch die eng verwandte Familie Robert Havemanns, bei dem Kompromisse wenig zählen und der sich der staatlichen Bevormundung komplett verweigert.

 

Die Autorin:

 

Florentine Anders, geboren 1968 in Berlin, ist Enkelin der Henselmanns. Sie studierte an der Universität Leipzig und der Université Assas in Paris. Danach absolvierte sie die Journalistenschule Centre de Formation des Journalistes (CFJ) in Paris und arbeitete als freie Journalistin in Frankreich und Deutschland. Sie schrieb für verschiedene Zeitungen und ist jetzt Redakteurin beim Studio ZX, ein Unternehmen des Zeit Verlags. Seit 2022 ist sie Vorstandsmitglied der Hermann-Henselmann-Stiftung.

 

Die Moderatorin:

 

Marion Brasch wurde in Ostberlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen, beim Komponistenverband der DDR und fürs Radio. Seit Anfang der 2010er Jahre ist Marion Brasch schriftstellerisch tätig. 2012 erschien ihr Debütroman "Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie", auf dem der Dokumentarfilm "Familie Brasch" von Annekatrin Hendel basiert und der u. a. Hintergrund für Andreas Kleinerts preisgekrönten Kinofilm "Lieber Thomas" war. Seit 2024 Podcasthost und Moderatorin für den Podcast "Wie war's?" des Berliner Ensembles.